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Stiftung Warentest

Der Schutz stimmt bei allen Sonnenschutzmitteln

Sonnenschutz, Bräunen, Sonnencreme, Urlaub

Sonnenschutz muss nicht teuer sein.

Ein zuverlässiger UV-Schutz ist im Sommer unver­zicht­bar ist. Stiftung Warentest hat erneut Sonnen­schutz­mittel – vor allem mit hohem Schutz­faktor (SPF 30 und 50) - getestet.

Fast alle geprüften Sprays und Lotionen im Test über­zeugen: 18 von 19 Produkten schneiden insgesamt sehr gut oder gut ab. Sie schützen so vor UVB-Strahlung, wie sie es ausgelobt haben, und auch der UVA-Schutz stimmt. Auf diese Mittel sollten vor allem Menschen mit heller, sonnen­empfindlicher Haut setzen. Und auch Kinder­haut ist mit SPF 30 und 50 angemessen geschützt. Ein lang­jähriger Trend bestätigt sich in diesem Jahr: Der Preis sagt nichts über die Qualität der geprüften Mittel aus. Die teuersten Lotionen kosten zwischen 10,70 und 20 Euro pro 100 Milliliter. Sie schützen zuver­lässig. Gleiches gilt für deutlich güns­tigere Produkte, die schon ab 1,20 Euro je 100 Milliliter zu haben sind.

Punkt­abzug für "wasser­fest"-Versprechen

Auf allen aktuell geprüften Tuben und Flaschen prangt das Wort "wasser­fest". Wer in seinen Werbeaussagen so dick aufträgt, weckt große Erwartungen. Doch auch Sonnen­schutz­mittel, die als "wasser­fest" beworben werden, können beim Baden oder Planschen einen Teil ihrer Schutz­wirkung einbüßen. Selbst wenn sie nach dem Baden nur noch die Hälfte des ursprüng­lichen Schutzes bieten, dürfen sie laut Richt­linie des Branchen­verbands Cosmetics Europe "wasser­fest" heißen. Wer auf Flasche oder Tube verspricht, sein Produkt sei "wasser­fest" oder "wasser­resistent", bekam dieses Jahr erst­mals Punkt­abzug in der Bewertungs­kategorie "Beschriftung und Werbeaussage"– weil das beim Verbraucher eine im Zweifel trügerische Sicherheit erzeugen kann.

Unser Rat: Verlasst Euch nicht auf die Werbe­versprechen der Anbieter. Frischt nach dem Baden immer Euren Sonnen­schutz auf.

Nur wer richtig cremt, ist richtig geschützt

Auch das beste Sonnen­schutz­mittel kann seine Wirkung nur entfalten, wenn es richtig aufgetragen wird: Die Produkte müssen reichlich, groß­flächig und immer wieder auf der Haut verteilt werden. Zusätzlichen Schutz bietet Kleidung. Viele Verbraucher klagen aber darüber, dass Sonnen­schutz­mittel vor allem auf hellen Textilien sehr leicht unschöne Flecken verursachen, die sich nur schwer wieder auswaschen lassen. Nivea wirbt deshalb in dieser Saison mit "Kleidungs­schutz" dank neuer Formel.

Sonnenschutz-Tipps

Dick auftragen! Verteilt nicht nur Lotionen sondern auch Sprays gut auf der Haut. Sprays am besten doppelt: den Körper einmal einsprühen, das Produkt verreiben und trocknen lassen. Dann das Ganze noch einmal von vorn. Bei längerem Aufenthalt in der Sonne immer wieder nach­sprühen und -cremen, um den Schutz aufrecht zu erhalten – das gilt auch für wasser­feste Produkte.

Nicht ausreizen! Nach­cremen verlängert die einmal erreichte Schutz­zeit nicht. Bei hell­häutigen Menschen kann sich die ungeschützte Haut schon nach etwa fünf bis zehn Minuten in der Sonne röten. Ein Sonnen­schutz­mittel mit Faktor 20 verlängert diese Zeit etwa um das 20-Fache – also auf 100 bis 200 Minuten. Ausreizen sollte diese Grenzen niemand. Nach etwa zwei Dritteln der Zeit heißt es sicher­heits­halber: Raus aus der Sonne!

Schön geschützt! Wer auf Make-up und Sonnen­schutz gleichermaßen Wert legt, sollte diese Reihen­folge beachten: Erst das Sonnen­schutz­mittel auftragen und einziehen lassen, dann gegebenenfalls eine Tages­pfle­gecreme verwenden und anschließend das Make-up.

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