Brauchen wir diese neuen Technologien?

Ist das wirklich immer nötig?

Hamburg, 17.05.2017
Neues Crop Image

Technik-Trends unserer digitalen Welt. 

Die Entwicklung der Technologien wird immer rasanter. Kontinuierlich werden wir mit neuen Geräten und Innovationen aus der Hard- und Softwareentwicklung konfrontiert.  

Viele Erneuerungen in der Technik machen unser Leben einfacher. Viel Zeit und Energie kann heute oft schon mit nur wenigen Knopfdrücken gespart werden.

Technische Innovationen 

Die neusten Technologien vereinen immer mehr Funktionen und vereinfachen so unseren Alltag: Man nehme zum Beispiel den Thermomix. Schnell, einfach und ohne großen Aufwand zaubert der Küchen-Allrounder die tollsten Gerichte. Dann haben wir das Handy, mit dem man dank unzähliger Apps beispielsweise schon TV, Musikanlagen, Beleuchtung, Temperatur, Fensterläden, Alarmanlage, und und und … im Haus bedienen kann.

Dass wir immer mehr über das Internet und mittels modernster Technologien steuern können, ist durchaus praktisch. Doch sind diese rasanten Entwicklungen immer gut, nützlich und nötig?

Wir haben euch hier drei der neusten Entwicklungen im Bereich unserer digitalen Welt aufgeführt, die wir mit einem leicht kritischen Auge betrachten.

Technik-Trends

  • Schlaf-Überwachung von Google 

    Google will mittels Infrarot schlafende Menschen überwachen. Ziel ist, den Schlaf der Menschen für Gesundheitszwecke zu analysieren und zu optimieren. Eingebaute Sensoren sollen beispielsweise Atmung, Schlafverhalten, Bewegung etc. in Bezug zum Schlaf auswerten. Das Schlafverhalten soll dann in Relation zur Schlafqualität gesetzt werden.

    Diese neue Technologie könnte Menschen, die unter Schlafstörungen leiden helfen, Lösungen zu finden. Auch bei gesundheitlich gefährdeten Menschen, die unter Atemproblemen leiden, kann das Google Konzept lebensrettende Konsequenzen haben: Bei einem Aussetzen der Atmung sendest das System ein Warnsignal. 

  • Gesichtsscanner für öffentliche Toilette

    In Peking kommt man seit geraumer Zeit nur noch nach einem Gesichtsscan auf die öffentliche Toilette. Grund ist der regelmäßige Klopapierklau. Da Kunden beim Gang zum WC regelmäßig Massen an Klopapier klauten, reagierte das Management mit einer sehr ungewöhnlichen Maßnahme: Um an Toilettenpapier zu kommen, müssen die Kunden erst ihr Gesicht von dem eingebauten Gesichtserkennungsautomaten halten. Nach dem Gesichtsscan stellt der Hightech-Papierspender jedem Kunden ganze 60 cm Klopapier zu Verfügung. Erst nach neun Minuten liefert das Gerät Nachschub. Mit dieser Methode sollen rund 80 Prozent Klopapier gespart werden. 

    Nach Angaben des Herstellers werden die eingescannten Gesichter danach wieder aus dem System gelöscht.

    Für manche ist der Toiletten-Gesichtsscanner zu einer lustigen Touristenattraktion. Für andere eine komplizierte Technik, mit nervigen Defekten und langen Wartezeiten. Ob es solche Gesichtsscanner für öffentliche Toilette auch bald bei uns gibt?

  • Bargeldlos zahlen 

    Schweden ist das erste bargeldlose Land. China und viele andere Länder ermöglichen in Teilen auch schon eine bargeldlose Zahlung. Mittels Finderabdruck, Handy-Apps, Kreditkarte oder NFC-Systemen für Geldkarten, also integrierten Chips können Kunden mittlerweile kontaktlos mit ihrer Kreditkarte zahlen.

    Bargeldlos zahlen hat viele Vorteile: Es ist praktisch, schnell und komfortabel. Vielen Menschen stehen dem bargeldlosen Zahlsystem aber noch kritisch gegenüber. Jeder Transaktion wird bei der digitalen Transaktion nachvollziehbar, der Mensch wird zum „gläsernen Kunden“. Zudem ist man an bestimmte Dienstleiter gebunden, was den Kunden in ihrer Freiheit und Selbstbestimmung einschränkt. Obdachlose, Kinder und Straßenmusiker werden zudem benachteiligt und die Angst vor dem Datendiebstahl ist groß.

    Eine digitale Welt macht vieles einfacher. Doch in Anbetracht der zunehmenden Cyberkriminalität ist eine vollständig bargeldlose Welt kritisch zu betrachten. 

  • Technische Zukunftsraftsraffinessen: praktisch, sinnlose Spielerei oder Risiko?

    Die Technologien sollen unser Leben vereinfachen und den Lebensstandard verbessern. Zeit ist kostbar und jeder Handgriff zu viel eine Zeitverschwendung. Die Technik ist unser Helfer im Alltag. Doch was ist, wenn das Gerät ausfällt, kein Internet oder Strom da ist? Und vor allem, wie sicher sind Computer- und internetgesteuerte Geräte? Hacker schlafen nicht und wenn sie unsere Daten haben, dann haben sie uns in der Hand. Man sollte sich der Gefahren bewusst sein. Technische Neuerungen bergen ein Risiko, sind jedoch auch super praktisch.

    Welche Auswirkungen Technik auf die Gesellschaft hat, zeigt die Netflix-Serie „Black Mirror“. Eine durchaus realistisch Science-Fiction Serie, bei der vor allem die negativen Folgen moderner Technik thematisiert werden. Sehr interessant.

    Wir finden: Man sollte sich auch mal Auszeiten in dieser schnelllebigen Welt nehmen. Legt doch mal das Handy für ein paar Stunden aus der Hand, nehmt ein Buch und setzt euch raus in die Natur.

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